Wenn Schnarchen zum Problem wird

Viele Menschen leiden unter störenden Atemgeräuschen im Schlaf. Auch, wenn einen das Scharchen selbst nur wenig stört, kann es doch immer zu Atemaussetzern kommen bei heftigem Schnarchen. Wer laut schnarcht, schämt sich manchmal, bei Freunden oder der Familie zu übernachten. Damit nachts aber niemand mehr gestört wird durch häufiges Schnarchen, gibt es viele Tipps und Heilmittel. Bei hartnäckigem Schnarchen kann auch der Besuch eines Schlaflabors helfen. Hier wird eine Nacht lang von Fachärzten das Schlafverhalten überwacht und dokumentiert, es werden auch Dioden an Kopf und Oberkörper angeschlossen, welche die Organe überwachen. Anschließend kann mit einer guten Treffsicherheit diagnostiziert werden, welche Ursachen das Schnarchen hat.

Typische Ursachen für Schnarchen

Wer erkältet ist, schnarcht häufig. Diese Menschen können jedoch in einigen Fällen völlig ruhig schlafen, wenn sie gesund und die oberen Atemwege frei sind. Manchmal sind die Rachenmandeln stark vergrößert und drücken von außen auf den Nasenkanal. Die Rachenmandeln werden auch Polypen genannt und besitzen eine reinigende und entgiftende Wirkung. Sie können bei einigen Menschen stark vergrößert sein, dann kommt es häufig jede Nacht zu lautem Scharchen.

War die Nase einmal gebrochen oder ist die Nasenscheidewand verkrümmt, kann es ebenfalls zu dauerhaften Schlafgeräuschen kommen. Auch, wenn die oberen Atemwege aufgrund von Allergien oder Überempfindlichkeitsreaktionen verengt sind, tritt Schnarchen auf. Von einer zentralen Schlafapnoe wird dann gesprochen, wenn die Verbindungen des Gehirns zum zentralen Atemantrieb nicht richtig funktionieren, dies lässt sich in einem Schlaflabor leicht herausfinden.

Hausmittel gegen Schnarchen

Nach starkem Alkoholkonsum kann es passieren, dass diese Menschen plötzlich schnarchen. Diese Form des Schnarchens lässt sich ganz einfach dadurch beheben, keinen Alkohol mehr zu trinken. Sind die Atemwege verengt, kann ein abschwellendes Nasenspray für Linderung des Schnarchens sorgen. Allerdings dürfen abschwellende Nasentropfen oder -sprays nicht regelmäßig über einen längeren Zeitraum angewendet werden, da sich sonst eine Abhängigkeit bildet und die Nasenschleimhäute irreversibel gestört werden können. Eine gute Lösung, um Schnarchen ohne synthetische Pharmazie loszuwerden, sind Hilfsmittel wie Nasenpflaster. Hier gibt es weiterführende Informationen zu Nasenpflastern und wie diese angewendet werden.

HNO Ärzte empfehlen bei starkem, nächtlich wiederkehrendem und anhaltendem Schnarchen, dass die Körperlage während des Schlafens leicht schräg sein sollte. Dies kann durch ein spezielles Bett, mit höhenverstellbarem Kopfteil geschehen, für den Anfang können jedoch auch zwei bis drei Kopfkissen mehr als gewöhnlich helfen, um sich an die neue Schlaflage zu gewöhnen. Wem dies zu unbequem ist, der kann auch versuchen, das Kopfende vom Bett manuell zu erhöhen, indem zum Beispiel gleich dicke Bücher unter die Bettfüße im Kopfbereich gelegt werden. Es kann außerdem helfen, die Nase vor dem Zubettgehen mit Kochsalzlösung und einer Nasendusche aus der Apotheke zu spülen. Übergewichtige Menschen schnarchen statistisch gesehen häufiger als schlanke Menschen. Eine Diät kann also ebenfalls ein guter Weg sein, lästiges Schnarchen zu bekämpfen.

Getrennte Schlafzimmer wegen zu lauten Schnarchens?

Einige Ehepaare trennen sich nachts räumlich, wenn das Schnarchen des Partner zu störend wird. Auf Dauer sind damit jedoch nur die wenigsten Paare wirklich glücklich, sodass es sich empfiehlt, das Schnarchen an der Wurzel des Übels zu packen und gezielt zu behandeln. Eine Operation der Nase oder auch das operative Entfernen der Polypen sollten dabei als letzter Ausweg angesehen werden, wenn andere Mittel gegen Schnarchen nicht den gewünschten Effekt bringen. Bei einer Vollnarkose werden alle Organe beeinträchtigt, was mit vorangeschrittenem Alter eine ernst zu nehmende Gefahr darstellen kann. Wenn Kinder stark schnarchen zählt es jedoch zu den Routine-Eingriffen, dass die Polypen entfernt werden. Dies geschieht mittlerweile unter einer örtlichen Betäubung und kann in einer entsprechend eingerichteten HNO-Praxis ambulant durchgeführt werden. Es ist jedoch auch üblich, dass die Rachenmandeln ebenso unter Vollnarkose entfernt werden können. In diesem Fall wird ein Krankenhausaufenthalt von etwa drei Tagen nötig, wobei die erste Nacht vor dem Tag der Operation liegt.

Eine Operation bei Schnarchen ist immer dann sinnvoll, wenn es nachts beim Schlafen zu Atemaussetzern kommt. Diese können gefährlich werden. Kommt es hingegen zu einer Geräuschbeeinträchtigung, sollten andere Mittel vorgezogen werden, eine Analyse im Schlaflabor hilft dabei, zunächst die Auslöser für das Schnarchen zuverlässig herauszufinden.